9 Dinge, die du in Mittelamerika NICHT verpassen darfst

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Aus meiner Sicht eines der meist unterbewerteten Reiseregionen: MIttelamerika. Dieses wunderschöne Fleckchen der Erde zwischen Nord- und Südamerika, das so wahnsinnig viel zu bieten hat. Von Vulkanen, traumhaften Stränden, Pazifik- als auch Karibikküste, Regenwälder, einer spannende Tierwelt und noch so vieles mehr. Egal ob du ein Adrenalin-Junkie, ein Geschichts-Liebhaber, Super-Sportler bist, oder einfach nur gerne am Strand chillst: Mittelamerika bedient alle Zielgruppen.  Und das auf so einem kompakten Stückchen Land.

In Panama hat meine Weltreise Ende September 2016 begonnen. Im Laufe der nächsten Wochen habe ich alle Länder von Mittelamerika bereist: Panama, Costa Rica, Nicaragua, El Salvador, Honduras, Guatemala, Belize und Mexiko. Alle Länder sind einfach zu bereisen. Es gibt eine gute Backpacker-Infrastruktur mit Shuttlebussen, coolen Hostels und gut organisierten Touren. Natürlich ist das Reiseerlebnis besser, wenn man Spanisch spricht, aber man kommt auch ohne überragenden Spanisch-Kenntnisse „durch“.

Viele Reisende, mit denen ich gesprochen habe, hält vor allem die Bedenken bezüglich Sicherheit ab diese Länder zu bereisen. Ich habe mich niemals unwohl gefühlt und beim Einhalten einiger Sicherheitsregeln kann aus meiner Sicht auch nicht mehr passieren als überall anders (z.B. zuhause). Mein Artikel zum Thema Sicherheit auf Reisen geht übrigens bald online.

Was sind nun aber die absoluten Highlights, die du in Mittelamerika auf keinen Fall verpassen sollst?

 

1. Einen Vulkan besteigen

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Arcatenango, Antigua, Guatemala. Mehr als ein Erlebnis: Die Wanderung auf den Vulkan Arcatenango. Die Tour dauert 2 Tage inklusive einer Übernachtung im Zelt 🙂

In Mittelamerika gibt es mehr als genug Vulkane, die man besteigen kann. Ich habe mich für den „Arcatenango“ nahe Antigua, einer Stadt in Guatemala entschieden. Das Besondere daran ist, dass man von diesem Vulkan einen wunderbaren Ausblick auf den benachbarten aktiven Vulkan Fuego hat. Das bedeutet, dass man alle paar Minuten einen Mini-Vulkan-Ausbruch miterleben kann 🙂 Es donnert, grollt und eine graue Rauchwolke qualmt aus dem Krater. Hin und wieder kann man auch das rote Lava an der Vulkanspitze runterlaufen sehen.

Die Tour ist einfach zu buchen. Antigua ist ein touristischer Ort ist und es gibt Tourenanbieter an jeder Ecke. Die Wanderung dauert 2 Tage. Am ersten Tag um 8 Uhr früh fährt man zuerst zum Fuss des Vulkans, der auf 2400 Meter liegt. Dann wandert man auf 3600 Meter um dort das Zeltlager aufzuschlagen. Der nächste Tag beginnt um 3 Uhr morgens, denn den Sonnenaufgang sieht man über den Wolken auf über 4000 Meter….

 

2. Vulcanoboarding

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Cerro Negro, Leon, Nicaragua. Yeah einmal einen Vulkan hinunter boarden! DONE

Schon einmal von Vulcanoboarding gehört? Dabei besteigt man zuerst den Cerro Negro in Nicaragua um dann mit einem Holzboard downhill hinunter zu fahren. Die Wanderung auf den Vulkan dauert ca. 1 Stunde. Die Ausrüstung (Board, Schutzbrille, Overall, Tuch) transportiert jeder Boarder selbst in einem Rucksack hinauf. Oben angekommen bestaunt man zuerst die surreale Kraterlandschaft.

Dann gehts auch schon los… Bis zu 95 km/h Geschwindigkeit kann man dabei erreichen. Selbst als absoluter Feigling habe ich mich getraut 🙂 Und es nicht bereut!

3. Schnorcheln

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Caye Caulker in Belize. Diese süße Schildkröte hats mir wirklich angetan 🙂

Sonnenschein, glasklares Wasser und weisser Sand. Es gibt wohl kaum etwas Besseres, als sich die Taucherbrille aufzusetzen und den Kopf unter Wasser zu stecken. In Mittelamerika gibt es überall die Möglichkeit in die faszinierende Unterwasserwelt mit Korallenriffs und deren zahlreichen Meeresbewohnern einzutauchen.

In Caye Caulker (Belize) habe ich eine Schnorchel-Tour zum zweitgrößten Riff der Welt – dem Belize Barrier Reef gemacht. Die Tour hat mich an fünf verschiedenen Schnorchel-Plätzen Korallen, Rochen, Fische, Schildkröten und sogar Haie (laut Guide sind das ungefährliche Nursesharks) gezeigt. Absolute Empfehlung.

4. Die Karibik geniessen

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San Blas Islands in Panama. Ich habe das Paradies gefunden. Definitiv

Der Trip zu den San Blas Inseln wird mir ein Leben lang in Erinnerung bleiben. Für mich war es das erste Mal in der Karibik. Als  ich dort im kristallklaren Wasser lag und an einem Becher Rum nippte, war ich nicht sicher ob ich träumte oder das wirklich erlebte.

Die San Blas Islands liegen zwischen Panama und Kolumbien und bestehen aus über 370 kleinen Inseln. Indogene Völker oder die – wie sie sich selbst nennen – „Guna Yalas“ leben dort und haben ihre eigenen Traditionen, Bräuche und Riten. Wer die San Blas Inseln  besucht kann sich auf ein unvergessliches Insel-Hopping in einer Traumkulisse einstellen. Allerdings gibt es dort keinen Strom, kein Internet und als Schlafplatz dient ein einfaches Bettenlager.

5. Eine Maya-Stätte besichtigen

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Tikal bei Flores in Guatemala. Den Sonnenaufgang von einem Tempel aus beobachten kann man bei den Ruinen von Tikal. Einfach unvergesslich 🙂

Die Hochkultur der Mayas gehören zu Mittelamerika und prägen diese. Ich habe mir fünf Maya-Stätten angesehen. Die bekannteste und von Touristen überlaufene Attraktion ist das Chichen Itza in Mexico. Mittlerweile gehört sie auch zu den „7 Neuen Weltwundern“. Das mexikanische Tulum bietet eine Maya-Ruinen direkt an einem paradiesischem Strand. Eine Traumkulisse aber touristisch genauso überlaufen.

Ruhigere und gechilltere Alternativen sind:  die Ruinen von Copán in Honduras oder die Maya-Stadt Tazumal in El Salvador. Die Maya-Stätte Tikal in Guatemala liegt inmitten eines Dschungels. Auf einer Sunrise-Tour habe ich gelernt, dass Tikal die einst wichtigste Stadt der Mayas war. Der Wecker klingelte mich bereits um 2:30 morgens aus dem Bett.  Doch den Sonnenaufgang von Tempel IV (höchster Tempel der Anlage mit 64 Metern) zu erleben, war einfach unbeschreiblich.

 

6. Chillen an der Pazifik-Küste

El Tunco in Salvador. Schwarze Vulkanstrände, wilde hohe Wellen und Surfer – genau das findest du hier.

Die Karibikküste in Mittelamerika biete kitschige weisse Standstrände, warmes Wasser und Karibikflair. Genau das Gegenteil gibt es an der Pazifik-Seite. Schwarze Vulkanstrände, hohe Wellen und Surfer Vibes.

Falls du schon länger mit dem Gedanken spielst Surfen auszuprobieren oder schon ein passionierter Surfer bist, dann bist du hier genau richtig. Alternatives Programm kann sein: am Strand relaxen, ein Buch lesen, einen Cocktail trinken oder die Surfer beobachten 🙂 Ich habe El Tunco (El Salvador) und San Juan del Sur (Nicaragua) bereist und war sehr begeistert. Andere schöne Orte am Pazifik sind Playa Tortuga oder Montezuma in Costa Rica.

 

7. In einen Nationalpark gehen

Monteverde in Costa Rica. Eintauchen in eine Welt mit exotischen Tieren, Nebelwäldern und Hängebrücken. Das ist der Nationalpark Monteverde.

Mittelamerika und Nationalpark gehören einfach zusammen. Wer keinen dieser Parks besucht hat, war auch nicht wirklich in Zentralamerika. In einem dieser wunderschönen Parks kann man exotische Tierchen beobachten, durch Dschungelgegenden wandern und die Natur so richtig geniessen. Flora und Fauna sind hier einzigartig. Je nachdem wo der Nationalpark gelegen ist, kannst du Wandern, Schwimmen, Wasserfälle betrachten, Vulkane besteigen oder Ziplining machen.

Ich habe die Nationalparks: Monteverde (Costa Rica), Manuel Antonio (Costa Rica), Semuc Champey (Guatemala) und Tikal (Guatemala) besucht. Jeder Nationalpark war anders und sehr schön auf seine eigenen Art.

 

8. Eine koloniale Stadt besuchen

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Antigua in Guatemala. Mittelamerika oder Europa? Das Städtchen Antigua ist richtig süß 🙂

Mittelamerikanische Kolonialstädte sind extrem süß  🙂 Wer hier nach einem kontrastreichen Erlebnisprogramm ein paar Tage entspannt, wird nicht enttäuscht sein. Die meisten Kolonial-Städte in Mittelamerika bieten eine gute Infrastruktur an coolen Hostels, internationalem Essen, günstigen Transporten und vielen Aktivitäten an. Die Architektur, Kirchen und Bauwerke sind beeindruckend.

Antigua (Guatemala) ist der Hotspot für Menschen, die Spanisch lernen wollen. Die Städtchen Granada oder Leon in Nicaragua sind sehr entzückend. In Mexico gibt es unter anderem Valladolid, Cempeche oder Mérida.

 

9. Für Menschen OHNE Höhenangst: Mach Canopy 😀

Der letzte Punkt und auch der einzige ohne Foto. Alle, die mir schon länger auf Instagram folgen  oder mich persönlich kenne, wissen eines: Ich habe furchtbare Höhenangst.

Wenn du keine Angst vor Höhe und Geschwindigkeit hast, dann ist Canopy genau das Richtige für dich. Hierzulande ist Zip-Lining der bekanntere Begriff. Es ist eine Seilrutsche, auf der du von Baum zu Baum rutschen kannst. Im Dschungel ist das sicher ein unvergessliches Erlebnis 🙂

Canopy Tours kann man in Mittelamerika überall machen. Die besten Rückmeldungen habe ich aus dem Naturreservat Monteverde erhalten. Dies ist auch mein Tipp falls du dich traust.

 

 

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Grüß euch! Ich bin Weltreisende, Chaotin und Langschläferin :-) Schön dass Ihr auf meinem Blog gelandet seid und somit Teil meines lang gehegten Traumes meiner Weltreise seid!! Bussis und Baba, Simi

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